10 wichtige Fragen an den Hautarzt

 

1. Wann ist ein Muttermal  bedenklich?

Bedenklich  sind Veränderungen an  vorhandenen  Muttermalen  (insbesondere Zunahme der Größe, Änderungen der Farbe ) oder das Auftreten eines neuen Muttermals.

Eine Untersuchung durch einen Dermatologen ist dann ratsam.

 

2. Wie läuft eine Hautkrebsvorsorge ab?

Gesetzlich Versicherte haben alle 2 Jahre das Recht auf eine Hautkrebsvorsorge . Dabei wird die Haut durch einen Dermatologen von der Kopfhaut bis in die Zehenzwischenräume mit bloßen Auge untersucht. Genauer aber wesentlich zeitaufwendiger  ist die Durchführung dieser Untersuchung unter Verwendung eines Auflichtmikroskopes.

 

3. Was tun bei Neurodermitis?

Die Haut bei Neurodermitis ist trocken. Die Basis der Neurodermitistherapie ist  die regelmäßige Rückfettung. Im akuten Ekzemschub wird der Hautarzt cortisonhaltige oder cortisonfreie Salben zusätzlich verordnen.

 

4. Was kann ich tun bei Nahrungsmittelallergie?

Wichtig ist es herauszufinden, gegen welches Nahrungsmittel eine Allergie bestehen könnte. Hilfreich ist hier ein Diättagebuch, dass der Patient 1-2 Wochen führt.

Dies hilft dem Arzt später bei der Durchführung gezielter Allergietests zur Identifizierung der unverträglichen Nahrungsmittel.

 

5. Was kann ich tun bei Schuppenflechte ( Psoriasis?)

Mit cortisonhaltigen und cortisonfreien Salben kann die Krankheit eingedämmt werden. Hilfreich ist oft auch eine Behandlung mit Lichtbestrahlungen, die in den meisten Hautarztpraxen durchgeführt werden kann.

Bei ausgedehnter Schuppenflechte kann auch eine innerliche Therapie angezeigt sein.

 

6. Was kann ich  tun bei Warzen?

Warzen können auch ohne Therapie  abheilen. Bei hartnäckigen Warzen ist eine Behandlung mit flüssigem Stickstoff ( Vereisung ) möglich sowie mit hornhautaufweichenden Pflastern und Tinkturen.

Sehr hartnäckige Warzen könne auch operativ  entfernt werden.

 

7. Was kann ich  tun bei Nagelpilz?

Geringerer Befall des Nagels kann mit speziellen Lacken behandelt werden, stärkerer Befall wird vom Hautarzt mit Tabletten behandelt.

Um das am besten geeignete Medikament auszuwählen ,wird er vom Nagel eine kleine Probe entnehmen und im Labor untersuchen.

 

8. Was  kann ich tun bei Zeckenbissen ?

Grundsätzlich können FSME-Viren und/oder Bakterien ( Borrelien ) durch Zecken übertragen werden.

Nach einem Zeckenbiss sollte die Zecke möglichst zeitnah mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenkarte dicht an der Haut am Zeckenkopf gepackt und langsam und vorsichtig senkrecht nach oben  aus der Haut  gezogen werden. Auf keinen Fall Nagellackentferner oder Klebstoff verwenden! Die Gefahr einer  Übertragung von Krankheitserregern würde dadurch erhöht.

Beim Arzt können  Blutentnahmen durchgeführt werden, um eine  eventuelle Infektion festzustellen .  

In jedem Fall sollte eine  Zeckenbissstelle über mehrere Wochen kontrolliert werden. Bei Auftreten einer sich täglich vergrößernden Hautrötung um die Einstichstelle  ( Wanderröte) oder grippeähnlichen Symptomen sofort  einen Arzt aufsuchen !

Zur Vorbeugung  einer Erkrankung durch FSME-Viren ist eine Impfung möglich, eine Borrelieninfektion kann mit Antibiotika behandelt werden.

 

9. Was kann ich tun bei Mückenstich?

Wichtigste Maßnahme bei Mückenstich ist die Kühlung der Einstichstelle, z.B. mit Wasser oder kalten Umschlägen, auch Umschläge mit Essigwasser können hilfreich sein.

Möglichst nicht kratzen, dadurch würde die Gefahr einer Infektion größer

Kühlend  wirken auch antihistaminhaltige Gele ( rezeptfrei in der Apotheke ) .

Bei stärkeren Beschwerden kann der Arzt eine milde cortisonhaltige Creme verordnen,

bei Hinweis auf eine Infektion auch ggf. ein Antibiotikum

 

10. Was kann ich tun bei Pickeln im Gesicht?

80% - 90%  der Jugendlichen  leiden unter Akne, meist zwischen dem 15-18 Lebensjahr.  Die

Hautveränderungen  können aber  auch bis in das Erwachsenenalter fortbestehen.

Die Veranlagung dazu wird vererbt, daneben sind hormonelle Einflüsse in der Pubertät für ihre Entstehung ebenso von Bedeutung wie verhaltensbedingte Ursachen ( falsche Hautpflege,

sehr kohlehydratreiche  Ernährung ). Auch Medikamente können bei der Entstehung von Akne eine Rolle spielen.

Unter hautfachärztlicher Behandlung kann mitunter eine erhebliche Besserung des Hautzustandes erreicht werden.

© 2023 von Dr. med. Eckhart Imcke, Hautarzt & Allergologe in Solingen